SteuerBlog
Gutschrift statt Rechnung: Wenn der Kunde abrechnet – Voraussetzungen und Pflichtangaben
Bei der Gutschrift rechnet nicht der Leistungserbringer ab, sondern der Leistungsempfänger. Damit sie als Rechnung gilt und den Vorsteuerabzug sichert, braucht es eine Vereinbarung, die Bezeichnung als Gutschrift und alle Pflichtangaben – und der Empfänger darf nicht widersprechen.
E-Rechnung an den Bund: Pflicht seit 2014 – ebInterface oder Peppol BIS statt Papier
Wer den Bund beliefert, muss elektronisch strukturiert fakturieren: Papierrechnungen werden von Bundesdienststellen seit 1. Jänner 2014 nicht mehr akzeptiert. Welche Formate zulässig sind, wie die Einbringung über USP und Peppol funktioniert und warum die Pflicht für Länder und Gemeinden (noch) nicht gilt.
Frist für die Rechnungsausstellung: sechs Monate – bei EU-Umsätzen nur bis zum 15. des Folgemonats
Rechnungen sind innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung des Umsatzes auszustellen. Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und Reverse-Charge-Leistungen im EU-Ausland verkürzt sich die Frist auf den 15. des Folgemonats. Wer wann überhaupt eine Rechnung ausstellen muss – und was bei Verstößen droht.

Rechnungen revisionssicher archivieren: 7 Jahre – und warum PDF auf der Festplatte nicht genügt
Rechnungen archivieren: Das Steuerrecht verlangt sieben Jahre Aufbewahrung – und bei falscher elektronischer Ablage kann der Vorsteuerabzug wegfallen. Warum PDFs auf Festplatte oder USB-Stick nicht revisionssicher sind und welche Lösungen anerkannt sind.
Bauleistungen bar zahlen: 500-Euro-Grenze beim Abzug
Barzahlung von Bauleistungen an Subunternehmer über 500 Euro ist steuerlich nicht abzugsfähig – und zwar zur Gänze. Was Sie bei der Rechnungsbegleichung am Bau beachten müssen.
UID-Nummer prüfen: Mit Stufe-1- und Stufe-2-Abfrage Vorsteuerabzug und Steuerfreiheit absichern
Eine ungültige UID-Nummer kann den Vorsteuerabzug oder die Steuerfreiheit einer innergemeinschaftlichen Lieferung kosten. Wann Sie die UID Ihres Geschäftspartners prüfen sollten, wie die Stufe-1- und Stufe-2-Abfrage über FinanzOnline funktioniert und wie Sie das Ergebnis dokumentieren.
Fehlerhafte Rechnung korrigieren: Rechnungsberichtigung und Stornorechnung richtig einsetzen
Falscher Steuersatz, fehlende UID oder falscher Empfänger: So korrigieren Sie eine fehlerhafte Rechnung umsatzsteuerlich korrekt – mit Berichtigung oder Stornorechnung, den richtigen Pflichtangaben und dem passenden Eintrag in der Umsatzsteuervoranmeldung.
Digitale Belegerteilung ab 1. Oktober 2026: Beleg per QR-Code statt Kassenzettel
Ab 1. Oktober 2026 können Kundinnen und Kunden den Kassenbeleg direkt vom Bildschirm scannen – etwa per QR-Code. Was die neue digitale Belegerteilung erlaubt, was sie nicht ändert und worauf Sie bei der Kassenumstellung achten.
Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung: Umsatzsteuer richtig ausweisen
Bei Anzahlungen entsteht die Umsatzsteuer schon mit der Vereinnahmung – und in der Schlussrechnung lauert die Doppelbesteuerungsfalle. So stellen Sie Anzahlungs- und Schlussrechnungen korrekt aus.

Reverse Charge in der Rechnung: Diese Pflichtangaben dürfen nicht fehlen
Beim Übergang der Steuerschuld wird ohne Umsatzsteuer fakturiert – dafür braucht die Rechnung besondere Pflichtangaben. Welcher Hinweis und welche UID-Nummern auf eine Reverse-Charge-Rechnung gehören.

Neuer Steuersatz 4,9 % ab 1. Juli 2026: Rechnungen und Kassen jetzt richtig umstellen
Ab 1. Juli 2026 gilt für Grundnahrungsmittel der neue USt-Satz von 4,9 %. So stellen Sie Rechnungen, Kassensysteme und Belege korrekt um – inklusive Checkliste.

ViDA beschlossen: E-Rechnung im EU-B2B-Handel ab 2030 verpflichtend
Die EU-Reform „VAT in the Digital Age“ macht strukturierte E-Rechnungen ab Juli 2030 im grenzüberschreitenden B2B-Handel zur Pflicht. Warum Betriebe jetzt handeln sollten.