Wer Rechnungen schreibt, sollte den ausgewiesenen Steuersatz genau prüfen. Bisher galt: Wer zu viel Umsatzsteuer ausweist, schuldet diese kraft Rechnungslegung. Aufgrund eines EuGH-Urteils wurde diese Regel nun entschärft – ein wichtiger Punkt für jede korrekte Rechnungsstellung.
Die neue Rechtslage
Eine Steuerschuld kraft Rechnungslegung – aufgrund einer in der Rechnung ausgewiesenen Steuer – kann nur mehr bei Rechnungslegung an Unternehmer bestehen. Wird in einer Rechnung an einen Endverbraucher eine zu hohe Umsatzsteuer ausgewiesen, schuldet man diese nicht.
Warum das sinnvoll ist
Das Steueraufkommen ist bei Rechnungen an Endverbraucher nicht gefährdet: Ein Endverbraucher ist nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt und kann sich die zu hoch ausgewiesene Steuer nicht zurückholen. Damit entfällt das Risiko, das die bisherige strenge Regelung absichern sollte.
Was das für Ihre Rechnungsstellung bedeutet
- Fehler bei Endkundenrechnungen führen nicht mehr automatisch zur Steuerschuld.
- Bei Rechnungen an Unternehmer bleibt die korrekte Ausweisung entscheidend.
- Ein sauberer, automatisierter Rechnungsprozess minimiert Fehler von vornherein.
Fazit
Die Klarstellung entlastet bei kleinen Fehlern auf Endkundenrechnungen. Wer seine Rechnungen digital und regelbasiert erstellt, vermeidet solche Fehler ohnehin weitgehend.
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich (wko.at), Bundesministerium für Finanzen (bmf.gv.at), EuGH. Stand: März 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung.
