ViDA beschlossen: E-Rechnung im EU-B2B-Handel ab 2030 verpflichtend

Die PDF-Rechnung per E-Mail hat ein Ablaufdatum. Mit dem EU-Reformpaket „VAT in the Digital Age“ (ViDA) kommt die verpflichtende strukturierte elektronische Rechnung im grenzüberschreitenden B2B-Handel. Wer Rechnungsprozesse frühzeitig umstellt, verschafft sich einen klaren Vorsprung – genau hier setzt BILLUP an.

Was ist ViDA?

„VAT in the Digital Age“ ist eine umfassende Reform des europäischen Mehrwertsteuersystems. Das Paket wurde am 11. März 2025 formell beschlossen. Ziel ist es, das Mehrwertsteuersystem zu digitalisieren, Betrug einzudämmen und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu senken. Die EU rechnet mit einer Reduktion des Mehrwertsteuerbetrugs um bis zu 11 Milliarden Euro pro Jahr.

Der zentrale Termin: 1. Juli 2030

Ab dem 1. Juli 2030 wird die elektronische Rechnung nach dem europäischen Standard EN 16931 für innergemeinschaftliche B2B-Umsätze verpflichtend. Gleichzeitig müssen Unternehmen bestimmte grenzüberschreitende Geschäftsvorfälle digital an ihre Steuerbehörde melden (Digital Reporting Requirements). Entscheidend: Eine E-Rechnung im Sinne der Reform ist kein PDF, sondern ein strukturierter, maschinenlesbarer Datensatz.

Weitere Etappen der Reform

  • 1. Juli 2028: Neue Regeln für die Plattformwirtschaft treten in Kraft (fiktive Lieferer-/Leistungserbringer-Regelung für digitale Plattformen).
  • 1. Juli 2030: Verpflichtende E-Rechnung und digitale Meldung im innergemeinschaftlichen B2B-Handel.
  • 1. Jänner 2035: Bestehende nationale Echtzeit-Meldesysteme müssen an das EU-Modell angeglichen sein.

Warum Sie jetzt handeln sollten

2030 klingt nach ferner Zukunft – doch die Umstellung von Rechnungs- und Buchhaltungsprozessen auf strukturierte Formate braucht Vorlaufzeit. Unternehmen, die frühzeitig auf E-Rechnungsfähigkeit umstellen, profitieren mehrfach: weniger manuelle Erfassung, weniger Fehler, schnellere Zahlungen und niedrigere Prozesskosten. Die EU erwartet für Unternehmen Einsparungen von über 4 Milliarden Euro jährlich bei Verwaltungs- und Compliance-Kosten.

BILLUP unterstützt Sie dabei, Ihre Rechnungsprozesse zukunftssicher aufzustellen – von der strukturierten Rechnungserstellung im Format EN 16931 bis zur Anbindung an bestehende Systeme.

Häufige Fragen

Ist eine PDF-Rechnung eine E-Rechnung im Sinne von ViDA?

Nein. Erforderlich ist ein strukturierter, maschinenlesbarer Datensatz nach dem Standard EN 16931. Ein reines PDF erfüllt diese Anforderung nicht.

Ab wann ist die E-Rechnung im EU-B2B-Handel Pflicht?

Für innergemeinschaftliche B2B-Umsätze ab dem 1. Juli 2030.

Betrifft ViDA auch Plattformbetreiber?

Ja. Für digitale Plattformen gelten neue Regelungen bereits ab 1. Juli 2028.

Quelle: Europäische Kommission – Taxation and Customs Union (taxation-customs.ec.europa.eu), ViDA-Paket. Stand: Juli 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung.

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